43 junge Winterlinden in der Mecklenburgischen Seenplatte für Schwarzenhof gepflanzt
26 Nov
Nationalparkamt nutzt Ausgleichszahlungen vom Radwegebau für Neuanpflanzung
Seit Mittwoch empfängt das Nationalparkdorf Schwarzenhof bei Waren/Müritz seine Bewohner und Besucher mit einer Allee aus Winterlinden. Bisher säumte lediglich eine Baumreihe aus alten Exemplaren dieser typischen Straßenbäume den Ortseingang aus Richtung Federow kommend. Mitarbeiter der Gartengestaltungsfirma Garmshausen aus Groß Gievitz sorgten trotz strömenden Regens an nur einem Tag dafür, dass 43 junge Winterlinden gepflanzt und auch gleich mit hölzernen „Dreiböcken“ standsicher gemacht wurden.
Die Jungbäume füllen nun eine Strecke von rund 500 Metern auf, wo zuvor viele Jahre lang nur Kiefernstämme die Landschaft prägten. „Ich habe selbst noch die Kiefernstubben gerodet“, berichtet Baggerfahrer Günter Wischnack. „Die Winterlinden wachsen meist prima an, viel besser als zum Beispiel Eichen“, weiß der 71-Jährige aus Erfahrung. „Ich bin 50 Jahre lang Bagger gefahren, richtig große Dinger“, fügt die Warener mit sichtlichem Stolz hinzu. „Eigentlich kriege ich eine gute Rente, aber mir macht es einfach immer noch Spaß, an der frischen Luft auf dem Bock zu sitzen und die Schaufel zu bewegen“, meint lachend der Baggerführer im Unruhestand.
„Der Günter ist schon ein alter Fuchs“, bestätigt Christoph Ballmann, der gemeinsam mit seinem Kollegen Marcel Freund die etwa drei Meter hohen Bäumchen heran schleppt. „Ohne ihn wären wir nur halb so schnell.“ Flink buddelt der Baggerfahrer schon das nächste Loch, umgibt es mit einem Wall, damit das Wasser nicht abfließen kann und rammt zielsicher mit der Baggerschaufel die jeweils drei Stützpfähle um die Stämmchen tief in den Boden.
„Die Winterlinden werden mit Ausgleichszahlungen finanziert, die wir vom Straßenbauamt Neustrelitz erhalten haben“, erklärt dazu Joachim Kobel vom Nationalparkamt Müritz. „Das Geld bekamen wir als Entschädigung für Eingriffe in die Natur im Zuge eines Radwegebaus im Nationalpark.“ Bereits im Vorjahr sind von einem Teil der Ausgleichssumme zahlreiche Maulbeerbäume bei Krienke gepflanzt worden, die von den Anwohnern sehr liebevoll gepflegt werden, etwa durch regelmäßiges Gießen im Sommer, berichtet der Nationalpark-Mitarbeiter.
Dass sich das Amt nun für Winterlinden bei Schwarzenhof entschieden habe, sei ebenfalls wohldurchdacht. „Zum einen handelt es sich um regional typische Laubbäume, zum anderen entstand nun bei Schwarzenhof eine baumartgleiche Allee. Außerdem sind Winterlinden ein wichtiger Nektarlieferant besonders für Bienen“, betont Joachim Kobel. Experten haben ausgerechnet: Allein ein einziger der bis zu 30 Meter hoch und bis zu 1000 Jahre alt werdenden Bäume kann in einer Saison den Grundstoff für immerhin bis zu 2,5 Liter Honig liefern! Wenn das keine süße Ausgleichsmaßnahme ist…
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