Holzauge, sei wachsam!
21 Aug
Daten im Müritz-Nationalpark für den Waldzustandsbericht erhoben
Ob Buchen, Kiefer, Eichen, Douglasien oder Birken – insgesamt kann der Gesundheitszustand der Baumarten im Müritz-Nationalpark als “ gut“ bewertet werden. So lautet die erste grobe Einschätzung von Ralf Pauli, dem zuständigen Mitarbeiter im Nationalparkamt.
Grundlage für dieses Fazit ist die Erhebung von Daten für den aktuellen Waldzustandsbericht, der in der zurückliegenden Woche abgeschlossen wurde. Mehrere Tage lang war Ralf Pauli gemeinsam mit Andreas Seiffert vom Forstamt Lüttenhagen im Schutzgebiet unterwegs, um den Gesundheitszustand verschiedener Baumarten zu taxieren.
Seit Anfang der 1990er Jahre werden dafür in den Sommermonaten fünf ausgewählte Flächen im Müritz-Teil des Nationalparkes sowie zwei Areale im Serrahner Teil des Schutzgebietes aufgesucht. Dort sind jeweils 24 Bäume dauerhaft mit Nummern gekennzeichnet, die jährlich taxiert werden.
Durchs Fernglas erkundet Ralf Pauli, wie zum Beispiel der Zustand der Buchenkronen in rund 30 Metern ist. „10 bis 20 Prozent fehlender Laubanteil ist wie derzeit in warmen, trockenen Sommern unbedenklich und kein Zeichen von Krankheit, da es sich um eine normale Reaktion der Bäume handelt“, erklärt der Fachmann. Gleichwohl erkennt er auch mit geübtem Blick, ob sich die Buchenblätter vielleicht nur zusammengefaltet haben, um durch die somit verkleinerte Oberfläche die Verdunstung der Feuchtigkeit zu verringern. Auch dies kann schließlich eine Ursache dafür sein, dass die Baumkronen lichter wirken. Ebenso hält er Ausschau nach der Fruktifikation. Das heißt: Wie viele Früchte, in diesem Fall Bucheckern, trägt der einzelne Baum und bildet damit entsprechend weniger Laub aus.
Schließlich werden die Blätter noch nach möglichem Insektenfraß abgesucht. „Einzelne kleine Löcher im Buchenlaub sind dabei zumeist das Werk eines Käfers, nämlich des Springrüsslers“, weiß Andreas Seiffert zu berichten. Der gelernte Forstwirt notiert sorgfältig in Tabellen alle Angaben, die Ralf Pauli ihm von seinem Beobachtungsposten mitteilt.
Die so erfassten Daten werden in den nächsten Tagen dem zuständigen Ministerium in Schwerin mitgeteilt, wo sie in den Waldzustandsbericht des Landes einfließen. Später finden sie sich dann auch in den entsprechenden Berichten des Bundes und der EU wieder. Dank des „wachsamen Holzauges“ der Taxatoren im Müritz-Nationalpark.
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